30.04 Tag der gewaltfreien Erziehung

30.04 Tag der gewaltfreien Erziehung

Anlässlich des Tags der gewaltfreien Erziehung macht der Kinderschutzbund auf die prekäre Lage vieler Kinder während der Corona-Krise aufmerksam. 

Dazu erklärt Ekin Deligöz, Vizepräsidentin des Kinderschutzbundes: „Das vergangene Jahr war für Familien kein einfaches. Und nach allem, was wir absehen können, werden auch die kommenden Wochen geprägt sein von Schul- und Kitaschließungen und von Isolierung im eigenen Haushalt. Für einige Kinder aber ist das eigene Zuhause kein sicherer Ort.“ 

Laut einer Studie des Universitätsklinikums Ulm hält nach wie vor jede/r Sechste eine Ohrfeige für angebracht. Ganze 42 Prozent halten einen „Klaps auf den Po“ nach wie vor für ein zulässiges Mittel in der Kindererziehung. Dafür, dass Demütigungen, Liebesentzug und Herabsetzungen Formen der Gewalt sind, gibt es bislang nur wenig Bewusstsein.*

Der Bundesverband des Kinderschutzbundes widmet sich diesen Fragen in diesem Jahr bei einer digitalen Fachtagung. Mit Vorträgen unter anderem von Professor Jörg Fegert (Kinder- und Jugendpsychiater am Universitätsklinikum Ulm und Professorin Sabine Andresen (Vize-Präsidentin des DKSB, Universität Frankfurt (Main)) wird die Situation von Kindern und Jugendlichen im Kontext ihres Rechts auf gewaltfreie Erziehung beleuchtet. Der Kinderschutzbund hilft Kindern und Eltern darüber hinaus ganz konkret vor Ort. 

Jennifer Helmer, stellvertretende Vorsitzende des KV Ansbach: „Ganz besonders in diesem Corona-Jahr haben wir als als KV Ansbach unser Angebot erweitert. Moderierte Gesprächsrunden von Eltern – ELTERNTALK – finden jetzt auch online statt. Auch Kinder, die Gewalt erfahren oder Sorgen und Nöte haben, können sich donnerstags zwischen 15 und 17 Uhr unter 09852 615510 an unsere telefonische Beratung wenden. Eltern, die sich sehr herausgefordert fühlen, sind eingeladen, Kontakt zu uns aufzunehmen. Sich Hilfe zu suchen, ist keine Schande, sondern dient dem Kind und der Familie.“

*https:q//www.dksb.de/de/artikel/detail/studie-jeder-sechste-haelt-ohrfeigen-in-der-erziehung-fuer-angebracht/

Unsere besondere Buchempfehlung 📚📖

 

Der Gewinner steht fest!

Der Gewinner steht fest!

Wir konnten aus den Zusendungen unserer Osteraktion einen Gewinner losen. Die Oster- Überraschung 🐰 ging heute an den glücklichen Gewinner. Wir haben uns sehr über eure Bilder und Ideen gefreut – vielen Dank für’s mitmachen ihr Lieben 🌸

„Kinderrechte ins Grundgesetz – aber richtig!“

„Kinderrechte ins Grundgesetz – aber richtig!“

Berlin, 25.03.2021. Ein breites Bündnis von mehr als 100 Organisationen fordert in einem gemeinsamen Appell die Bundestagsfraktionen und die Bundesländer auf, sich bis zur Sommerpause auf ein Gesetz zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz zu einigen, das den Ansprüchen der UN-Kinderrechtskonvention gerecht wird. 

Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers: „Der aktuell vorliegende Gesetzentwurf der Bundesregierung ist für uns nicht akzeptabel. Kommt die Grundgesetzänderung in der vorgeschlagenen Form, bedeutet das eine Verschlechterung der Rechtsstellung der Kinder in unserem Land. Der Gesetzentwurf fällt hinter die EU-Grundrechtecharta, die UN-Kinderrechtkonvention sowie die ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zurück.“

Lilo Sauer, die Vorsitzende des KV Ansbach fügt hinzu: „Für die konkrete Kinderschutzarbeit in Stadt und Landkreis Ansbach brauchen wir echte Kinderrechte im Grundgesetz. Kindern darf nicht nur rechtliches Gehör zustehen. Sie brauchen umfassende Beteiligungsrechte nicht nur in Strafverfahren, sondern auch in der Verwaltung. Wer Kinder wirksam schützen möchte, für den muss das Kindeswohl ein vorrangig zu berücksichtigender Gesichtspunkt sein. Und für eine kinderfreundliche Gesellschaft brauchen wir eine Verpflichtung des Staates, für kindgerechte Lebensbedingungen Sorge zu tragen. Das alles wird durch den Vorschlag der Bundesregierung nicht eingelöst“ 

Der gemeinsame Appell „Kinderrechte ins Grundgesetz – aber richtig!“ mit einer Liste aller unterzeichneden Organisationen kann hier heruntergeladen werden.

 

🐰 Osteraktion 🐰

🐰 Osteraktion 🐰

Wer kennt sie nicht, die Bügelperlen der 90er. Wir lassen sie wieder neu aufleben und machen daraus Osterdekoration zusammen mit den Kids. Wenn euch unserer Idee inspiriert, dann schickt uns doch ein Bild und zeigt uns was ihr mit euren Kids gezaubert habt. Wir ziehen aus den Zusendungen eine/n Gewinner/in, der dann eine kleine 🐰 Oster-Überraschung von uns erhält.  Wir sind schon auf eure Bilder gespannt 😍  Teilnehmen könnt ihr bis zum 02.04.

Safer Internet Day

Safer Internet Day

Feuchtwangen, 09. Februar 2021. Anlässlich des Safer Internet Day ruft der Kinderschutzbund Ansbach dazu auf, Kindern und Jugendlichen digitale Teilhabe zu ermöglichen. Aber das Netz müsse kindersicher werden. 

Dazu erklärt Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes: „Ganz besonders im vergangenen Jahr haben Kinder und Jugendliche viel Zeit im Netz verbracht. Sie haben dort Freunde getroffen, Spiele gespielt, am Fernunterricht teilgenommen. Sie haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass das Netz kein sicherer Ort ist.“ 

Fast die Hälfte aller Jugendlichen (44 %) war sexualisierter Gewalt im Internet ausgesetzt, berichtet die gerade erschienene James-Studie für die benachbarte Schweiz. Der Anteil der Betroffenen hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen und sich seit 2011 (19 %) mehr als verdoppelt.

„Kinderschutz ist im Netz nicht existent. Das liegt vor allem daran, dass die Plattformbetreiber und die Provider – also diejenigen, die das große Geld machen – nach wie vor aus der Verantwortung entlassen werden. Jeder Kioskbesitzer muss mit empfindlichen Strafen rechnen, wenn er Jugendlichen pornografisches Material verkauft. Im Netz bleibt das weitestgehend folgenlos“, sagt Jennifer Helmer.

Die aktuell vorliegende Reform des Jugendschutzgesetzes macht vieles richtig. Aber auch hier fehlt der entscheidende Schritt: diejenigen in die Verantwortung zu nehmen, die die Infrastruktur bereitstellen, auf der Pornographie und Gewaltdarstellungen verkauft und Straftaten wie Cybergrooming ermöglicht werden. 

Joachim Türk fügt für den Bundesvorstand hinzu: „Auch im Jahr 2021 müssen wir konstatieren: Kinder und Jugendliche sind Gewalt und Straftaten im Netz weitestgehend schutzlos ausgeliefert. Die Politik verschiebt die Verantwortung auf die Eltern, die sich mit Filtern und Kindersicherungen beschäftigen und den Kindern die Regeln der digitalen Umgebung erklären sollen, die sie selbst kaum kennen. Wer es aber ernst meint mit digitaler Teilhabe, der muss Kindern eine sichere Umgebung bieten, in der sie ihrem Alter entsprechende Kompetenzen erlernen können, die sie brauchen, um sich sicher im Netz und in einer veränderten Medienwelt bewegen zu können.“

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Der Kinderschutzbund (DKSB) – Für die Zukunft aller Kinder!

Der Kinderschutzbund, gegründet 1953, ist mit 50.000 Mitgliedern in über 400 Ortsverbänden die größte Kinderschutzorganisation Deutschlands. Der DKSB setzt sich für die Interessen von Kindern sowie für Veränderungen in Politik und Gesellschaft ein. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Kinderrechte, Kinder in Armut, Gewalt gegen Kinder sowie Kinder und Medien.

Mütter, Väter, ELTERNTALK

Mütter, Väter, ELTERNTALK

ELTERNTALK bringt 150.000 Eltern ins Gespräch – so viele Mütter und Väter haben seit  2001 an den kostenfreien Gesprächsrunden in Bayern teilgenommen. 150.000 Eltern mit  Kindern bis 14 Jahren tauschten sich in Talks zu den Themen Medien, Konsum,  Erziehung und gesundes Aufwachsen in Familien (Suchtvorbeugung) aus.  

150.000 Mütter und Väter trafen sich in den vergangenen 20 Jahren in Bayern zu  ELTERNTALKs. Das Erfolgsrezept der Gesprächsrunden ist schnell erklärt: Mütter und Väter  laden interessierte Eltern aus dem Freundes- und Bekanntenkreis zu sich ein, um sich über  Erziehungsfragen auszutauschen. Oder Eltern treffen sich in privater Runde an einem  gemütlichen Ort in Wohnortnähe (z.B. Familienzentrum, Elterncafé). Moderiert werden die  Gesprächsrunden von ehrenamtlich tätigen Müttern und Vätern. Diese Moderatorinnen und  Moderatoren sind für ihre Aufgabe bei ELTERNTALK geschult. 

Mit diesem niedrigschwelligen Ansatz basierend auf dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ werden  Eltern aus allen Teilen der Bevölkerung erreicht. Allein im Jahr 2019 kamen die Gäste aus 98  verschiedenen Kulturkreisen – ELTERNTALK spiegelt die Vielfalt unserer Gesellschaft. Die  Talks finden in verschiedenen Sprachen in derzeit 48 Landkreisen und kreisfreien Städten in  Bayern statt. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie bietet ELTERNTALK zudem  ELTERNTALK#online an, um Familien in ihrem herausfordernden Erziehungsalltag auch in  diesen besonderen Zeiten zu begleiten. 

ELTERNTALK ist ein Projekt der Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. und  wird aus den Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales  sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege gefördert. 

Neugierig geworden? Dann melden Sie sich bei der für den  

– Bereich Feuchtwangen / Dinkelsbühl zuständige Ansprechpartnerin:
Irmgard Schmidt
Tel.: 0160-2734021
Mail: elterntalk(at)dksb-ansbach.de

– Bereich Rothenburg zuständige Ansprechpartnerin:
Sousan Ali
Tel.: 09852/615510
Mail: elterntalk(at)dksb-ansbach.de

oder informieren Sie sich unter www.elterntalk.net.